Automatisierung

Produktion und Infrastrukturen verändern sich

Die zunehmende Automatisierung kommt in zwei Bereichen zum Tragen: Zum einen bei der automatisierten Fertigung in der Fabrik und zum anderen im Fahrbetrieb selbst – beim autonomen oder assistierten Fahren.

Die Automatisierung der Produktion kann im Kontext von Industrie 4.0 erhebliche Effizienzsteigerungen der operativen Prozesse bewirken. Aber sie steht auch vor Herausforderungen. Denn automatisierte Fabriken sind auf die Großserienproduktion einzelner Technologien ausgelegt, wobei die Nachfrage nach Elektroautos in nächster Zeit erst allmählich steigen wird. Kurz- bis mittelfristig müssen flexiblere und skalierbare Produktionsstrukturen für Elektrofahrzeuge und deren Komponenten aufgebaut werden, um den neuen Produktionsanforderungen und der veränderlichen Stückzahlen gerecht zu werden.

Beim Produkt selbst, also dem Fahrzeug, entscheidet ebenfalls die Automatisierung über den Erfolg. Prognosen zufolge wird der Anteil von Neuzulassungen mit Automatisierungsfunktion in den nächsten Jahren signifikant steigen. Auch vollautonomes Fahren eröffnet neue Möglichkeiten, wird allerdings erst ab 2040 zunehmende Relevanz erlagen, und einen kleineren Anteil an den Neuzulassungen ausmachen. Das Marktvolumen für autonome Fahrfunktionen und Fahrassistenzsysteme ist deutlich höher.

OEM und Zulieferer müssen in diesem Szenario die richtige Marktpositionierung mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen finden, um nicht Gefahr zu laufen, zum reinen Hardware-Provider zu werden. Die Integration neuer Hard- und Softwarekomponenten ist für viele Unternehmen, abgesehen vom fehlenden gesetzlichen Rahmen, eine erhebliche Hürde. Um sie zu überwinden, bedarf es hochqualifizierter und interdisziplinärer Entwicklungsteams.